Kontakt

Benjamin KnöflerNew BusinessE | anfrage@1-2-social.deT | +49 (0)175 6069361 
Tobias JoachimHead of RecruitingE | working@1-2-social.deT | +49 (0)89 54 35 68 021

Folge uns auf

FacebookInstagrammXINGLinkedInKununuTikTok

Did Audio kill the Video Star? Über den Hype um Audio-Formate

210218_OTS_Blog_Video-Audio_1080x1080px
Einen Monat ist es nun her, dass Clubhouse plötzlich aufgetaucht ist und die Medienlandschaft in einen Hype versetzt hat. Das Audio-Format sollte DER neue Stern am Social-Media-Himmel werden. Aber ich will in diesem Artikel gar nicht zu sehr auf Clubhouse im Speziellen eingehen – dazu gibt´s schon genug Artikel und Meinungen. Ich möchte hier vielmehr auf eine These eingehen, die ich nach dem Clubhouse-Hype vermehrt gehört habe:

Audioformate laufen Video-Formaten den Rang ab!

Kann das sein? Ich sage: Nein! Aber fangen wir mal ganz am Anfang an. Über welche Formate sprechen wir hier überhaupt? Da wir uns auf Marketingzwecke beziehen und überhaupt eine gewisse Vergleichbarkeit zwischen Audio und Video schaffen müssen, fokussiere ich mich in diesem Artikel auf Audio-Formate in Form von Podcasts und auf Video-Formate wie Werbe- und Entertainment-Videos (YouTube/Instagram TV etc.)

OneTwoSocial ist auf YouTube! Schaut doch mal vorbei >>

Es gibt natürlich auch Mischformen der beiden Formate, wie beispielsweise Video-Podcasts oder Audiogramme (kurze Ausschnitte aus einem Podcast, die mit einem Bild hinterlegt werden, um z. B. über Social Media geteilt zu werden). Andere Audio-Formate wie Radiowerbung, Voice-Bots, Sprachnachrichten, Jingles und Hörbücher lassen wir hier erstmal außen vor.

Es stellt sich hier also die Frage, ob Audioformate zukünftig einen höheren Stellenwert haben werden als Videoformate.

WIE KONSUMIEREN WIR AUDIO- UND VIDEO-FORMATE?

Es gibt immer zwei Hauptgründe, warum wir Medien – egal ob Audio oder Video – konsumieren. Wir wollen unterhalten werden oder uns Wissen aneignen. Im Optimalfall schafft man beides. Dabei spielt es natürlich eine Rolle, dass Medien immer effektiver konsumiert werden. Audioformate können super in den Alltag integriert werden und z. B. während des Sports, der Arbeit, beim Geschirrspülen etc. angehört werden. Die wenigsten setzen sich wohl in den Sessel und tun nichts, außer dem Podcast zu lauschen, anstatt nebenbei etwas zu erledigen – und sei es einfach etwas aufzuräumen. Außerdem konsumiert man bei Podcasts meist nur diese, die man sich auch extra rausgesucht hat und auch die tatsächliche Absicht verfolgt, genau diesen Podcast zu konsumieren.

Dahingegen werden Videos meist mit der klaren Intention angeschaut, auch den visuellen Part zu verfolgen. Hier spielt natürlich der Entertainment-Faktor eine große Rolle, da man sich auf das Video konzentrieren muss und es nicht einfach nebenbei konsumieren kann. Oft konsumieren wir Video-Inhalte, weil sie uns gerade angezeigt werde – z. B. in den Feeds unserer Social-Media-Kanäle wie Facebook, Instagram, YouTube etc. – und nicht, weil man sie sich dezidiert rausgesucht hat. Das heißt also, dass man bei Podcasts über andere Kanäle eine gewisse Vorarbeit leisten muss, damit User überhaupt auf das Audioformat aufmerksam werden, während Videos eher mit ihrem Inhalt an sich direkt überzeugen müssen, um bei den Unsern im Feed zum Scrollstopper zu werden. Wer beides schafft, kann über Videos zwar eine deutliche höhere Reichweite generieren, aber über Podcasts eine loyalere Zielgruppe aufbauen.

Es gibt immer zwei Hauptgründe, warum wir Medien – egal ob Audio oder Video – konsumieren. Wir wollen unterhalten werden oder uns Wissen aneignen.
Laurenz Oesterwind
Social Media Manager & Strategist

DIE NACHHALTIGKEIT DER (WERBE-)BOTSCHAFTEN

Der große Vorteil von Audio-Formaten liegt auf der Hand: Sie sind zunächst einmal deutlich einfacher und günstiger zu produzieren als qualitative Videos! So kann man mit relativ wenig Aufwand in relativ kurzer Zeit viele Infos und Themen behandeln, die man bei Videos mit Bildern hinterlegen müsste. Stichwort: Bilder! Besonders bei Werbebotschaften von Marken und Unternehmen spielen Bilder eine wichtige Rolle, um Produkte & Leistungen zu inszenieren und Wiedererkennungswert zu schaffen. Hier haben Videos natürlich einen Vorsprung zu Audio-Formaten. Durch die fehlende visuelle Komponente und die authentischen Inhalte von Audio-Formaten, denke viele erstmal, dass diese als Marketing-Instrumente nicht viel taugen.

Aber was ist überhaupt ein Marketing-Instrument? Es ist ein Mittel zum Zweck, um Personen von einer Sache/einem Produkt/einer Leistung/etc. zu überzeugen. Und wenn man nun in einem Podcast ehrlich, authentisch und von Mensch zu Mensch über ebendiese Produkte/Leistungen/etc. spricht, es schafft Bilder in die Köpfe der User zu setzen und den Usern alle relevanten Informationen an die Hand gibt, hat man dann nicht das nachhaltigste aller Marketing-Instrumente?

Ein Trend in der Werbung geht dahin, dass authentischer kommuniziert wird. Klar können hochqualitative und visuelle Video-Inhalte die Produkte schön inszenieren und bei Usern Anklang finden. Allerdings schätzen die User auch eine ehrliche und nahbare Kommunikation ohne „Bullshit“. Und genau das kann man über Podcasts erreichen … wenn man es gut anstellt.

Und hier steckt auch das Problem von vielen Unternehmen: Audio-Formate aufzusetzen, in denen frei und authentisch über ihre Produkte/Leistungen gesprochen werden kann. In Werbefilmen kann man im Script genau festlegen, was gesagt und gezeigt wird. In Podcasts dagegen entsteht eine Unterhaltung, die man nicht so gut kontrollieren kann, und in der Aussagen relativ ungefiltert entstehen. Während man also Werbebotschaften in Video super inszenieren kann, können gut platzierte Werbebotschaften in Audioformaten deutlich nachhaltiger bei den Usern sein.

Wie man sieht, steckt in Audio-Formaten/Podcasts noch viel ungenutztes Potential für Unternehmen & Marken und zukünftig wird der Stellenwert dieser Medien auch noch steigen. Allerdings werden Videos immer ihre Daseinsberechtigung haben, da sie einfach einen anderen Medien-Konsum bedienen. In diesem Blogartikel kann ich natürlich nicht auf alle Feinheiten der beiden Medien-Formate eingehen, sondern muss das Thema etwas übergeordnet betrachten.