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How to Podcast: Könnt ihr mich hören?

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Podcasts zu Marketingzwecken werden immer beliebter. Aber wie sollte ein guter Podcast aussehen?

Sind Podcasts immer noch das Non-Plus-Ultra in der auditiven Content-Welt? Kurz und knapp: Ja! Das Ergebnis einer Bitcom Studie zeigt, dass die Zahl der Podcast-Konsumenten seit 2016 von 14 Prozent auf 33 Prozent angestiegen ist. Und damit wird noch lange nicht Schluss sein.

Das Podcast-Format eignet sich im Gegensatz zu visuellem Content nämlich super dafür, auch nebenbei konsumiert werden zu können. Als User ist man nicht darauf angewiesen auf einen Bildschirm zu schauen, um Informationen zu empfangen.

Ob beim Autofahren, beim Sport oder bei der Arbeit – Podcasts sind für viele mittlerweile eine tolle Alternative zu Musik und Co. Aber wie sieht es mit Podcasts für Marketingzwecke aus?

 

Corporate Podcasts

Mittlerweile gibt es tausende spannende und unterhaltsame Podcasts im Internet. Allerdings sind die meisten davon von Privatpersonen bzw. Influencern gestartet worden. Corporate Podcasts sieht man bisweilen nur sehr selten – entweder es gibt sie nicht oder sie werden einfach nicht gesehen. Woran liegt das?

Zum einen möchten die User von einem Podcast unterhalten und über für sie relevante Themen informiert werden. Auffällige Produkt- und Werbeplatzierungen werden da eher als störend und unauthentisch empfunden.

Zum anderen wollen die Marketingabteilungen der Unternehmen natürlich mit einem Podcast ihre Produkte und Leistungen hervorheben – wenn man sich schon die Mühe macht, einen Podcast aufzusetzen.

Leider geht auch hier, wie so oft, die Spanne zwischen dem, was der User konsumieren möchte und dem, was die Unternehmen erreichen möchten, auseinander. Zuerst einmal sollten Unternehmen sich klarmachen, dass ein Podcast kein klassischer Vertriebskanal ist und im Marketing-Funnel eher ganz oben steht – nämlich in der Awareness-Phase. Mit einem Podcast möchte man die User inspirieren und durch spannenden Content auf die Marke aufmerksam machen, nicht Produkte an den Mann oder die Frau bringen.

Wie bei so vielen Marketingmaßnahmen sollte auch hier also vorher ein detailliertes Podcast-Konzept und eine Strategie erstellt werden. Einfach mal „drauf los podcasten“ geht in den seltensten Fällen gut.

 

Themenfindung: Die Qual der Wahl

Durch das auditive Format kann man relativ einfach sehr viele verschiedene Themen in einem Podcast andressieren. Ob das aber Sinn macht, ist eine andere Sache. Podcasts eigenen sich hervorragend dazu, nischige Themen zu platzieren. Das verringert zwar die potentielle Zielgruppe, allerdings hat es einen langfristigen Vorteil: Die User werden durch für sie relevante Themen an den Podcast gebunden. Wenn man über Themen für die breite Masse redet, kann man vielleicht pro Folge mehr interessierte User dafür verbuchen, die aber ggf. bei der nächsten Folge wieder abspringen, da das Thema irrelevant für sie ist.

Nehmen wir mal das Beispiel Sport: Wenn ich eine Podcast-Folge zum Thema Basketball höre, interessiere ich mich für Basketball. Das heißt aber nicht automatisch, dass ich nächste Woche auch eine Folge zum Thema Eiskunstlauf hören möchte.

 

Wer spricht denn da?

Neben der Themenfindung muss man sich natürlich überlegen, wer denn den Podcast hosten soll. Der Host sollte Expertise zum Thema und natürlich auch ein gewisses Maß an sprachlichem Feingefühl und Moderationskenntnissen mitbringen. Entgegen der Annahme vieler, muss der Podcast-Host allerdings kein Promi sein. Wenn er*sie Ahnung vom Thema hat und dieses unterhaltsam aufbereiten kann, ist es den Usern egal, wie viele Follower der Host hat. Allerdings hilft es natürlich für die Bekanntheit eines Podcasts sehr, wenn man bekannte Gesprächspartner hat. Durch den Influencer-Effekt kann der Podcast nochmal deutlich mehr Reichweite gewinnen und Unterhaltungswert sowie Expertise sollten durch die richtigen Gesprächspartner natürlich auch nochmal dazugewonnen werden.

 

Das richtige Set-up

Steht Konzept und Strategie des geplanten Podcasts einmal und sind Themen und Gesprächspartner definiert, so sollte das Set-up des Podcasts die geringste Hürde darstellen. Mittlerweile – und vor allem wegen Corona – muss man Podcasts auch nicht mehr zusammen an einem Ort aufnehmen, sondern kann das auch ganz modern, digital und entspannt aus dem eigenen Wohnzimmer machen. An guten Mikrophonen für die entsprechende Aufnahmequalität sollte allerdings nicht gespart werden. Mittlerweile gibt es auch schon einige sehr gute (Free-)Tools für Podcast-Aufnahmen und -Hosting. Ein bisschen Schnitt, ein kurzes Intro und schon kann man live gehen.

Bestenfalls sollte aber schon einige Zeit vor Livegang der ersten Folge die Werbetrommel gerührt werden, um die User schon mal zu informieren und „heiß“ auf den Podcast zu machen. Denn ist die erste Folge live, muss sich die Mühle auch immer weiterdrehen. Eine Folge pro Woche ist eine gute Frequenz, um die User bei der Stange zu halten. Die wöchentliche Folge sollte dann auch immer ungefähr zur selben Zeit veröffentlicht werden – denn die Fans freuen sich bestenfalls schon nach der letzten Folge gleich auf die nächste. Und wie wir wissen, lieben die Menschen Kontinuität und Sicherheit … 😉

Hier liegt allerdings auch ein Problem von Corporate Podcasts: Wenn man es einmal geschafft hat, das Thema Podcast im Unternehmen zu platzieren, wird – wenn überhaupt – erstmal Budget für ein paar wenige Folgen freigeschaufelt. „Dann schauen wir mal, wie das performt“, ist zu 99 Prozent die Ansage dazu. Dass Podcasts aber eine gewisse Zeit brauchen, um anzulaufen und optimiert zu werden, spielt dabei leider meist keine Rolle. So werden wohl viele Corporate Podcasts, wenn einmal ins Leben gerufen, leider auch kurze Zeit später wieder eingestampft.

Das wollen wir ändern! Ihr möchtet einen Podcast eurer Marke oder Unternehmen starten und braucht Unterstützung? Wir helfen euch dabei!