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Sprung ins Metaverse: Was Marken beachten sollten

Animal Crossing Kaufland
Auf der „Kaufisland“ im Spiel Animal Crossing: New Horizons macht Kaufland den Lebensmittelmarkt erlebbar und bringt den Spielern das Thema Nachhaltigkeit näher. © Kaufland 

 

 

Immer mehr Marken suchen ihren Weg ins Metaverse. Was bis vor wenigen Wochen noch wirkte, wie eine große, unbekannte Bubble, wird für viele Brands immer greifbarer und konkreter. Dass das Metaverse nicht nur Hype und Spielerei ist, sondern großes Potential als Umsatzkanal biete, davon ist auch unser Geschäftsführer Helge Ruff überzeugt. 

Mit dem Handelsblatt sprach er im Interview (erschienen am 21.01.2022) über digitale Shops und Produkte und deren Umsatz-Potential. Und über das gemeinsame Projekt, das OneTwoSocial mit Kaufland konzipiert habt: Die eigene „Kaufisland“ im beliebten Videospiel „Animal Crossing: New Horizons“. Eine virtuelle Kaufland-Filiale, die Nutzern spielerisch Nachhaltigkeit im Lebensmittelhandel näher bringen soll. 

 

Was bringt Händlern eine Präsenz in den virtuellen Welten von Onlinespielen? 

„Onlinespiele sind bereits heute vor allem für junge Zielgruppen ein genauso wichtiges Medium wie TV-Sendungen oder Filme für ältere Zielgruppen. Wer dort vertreten ist, ist in der Lebenswelt der Zielgruppe präsent. Der besondere Vorteil der virtuellen Welten ist, dass diese viel interaktiver sind als klassische Werbeformen. Nutzerinnen und Nutzer können diese eigenständig entdecken – in dem Tempo und mit den Schwerpunkten, die sie selbst festlegen. Zudem haben Onlinespiele extrem hohe Verweildauern. Wenn man es richtig anstellt, beschäftigen sich Nutzer sehr lange mit der eigenen Marke. Es entsteht hier im Grunde der Marketing-Mix der Zukunft: Statt Fernsehen und Anzeigenblatt gibt es in Zukunft virtuelle Welt und soziale Netzwerke.

 

Was kosten solche Einstiege in Onlinespiele die Unternehmen? Ich habe gelesen, dass Adidas 1,5 Millionen Euro für seine Grundstücke in The Sandbox bezahlt hat. Sind das repräsentative Preise? 

Die Preise für den Einstieg können sehr unterschiedlich sein – je nach Spiel und Auftritt. Wichtig ist, dass man sowohl dem Anspruch der Marke als auch dem des Spiels gerecht wird. In die Millionen muss so ein Investment aber nicht unbedingt gehen. Wichtiger als ein hohes Investment ist aus unserer Sicht auch, auszuprobieren und erste Erfahrungen zu sammeln. Die frühen Learnings werden aus unserer Sicht sehr wertvoll, weil in wenigen Jahren Marketer an diesen Themen nicht mehr vorbeikommen.“

 

 Wer profitiert mehr von virtuellen Welten, Händler oder Markenhersteller? 

„In der Offlinewelt ist die wichtigste Werbepräsenz eines Händlers die Filiale vor Ort. In der digitalen Welt ist das anders. Von dem her haben Marken und Händler hier dieselben Ziele: Sie wollen in der Lebenswelt ihrer Kundinnen und Kunden eine Rolle spielen. Für Marken wie Hersteller ist daher die Präsenz in virtuellen Welten sinnvoll.

 

Sind die Aktivitäten bei Onlinespieleplattformen wie Roblox oder Animal Crossing der erste Schritt auf einem Weg ins Metaverse? 

Die Präsenzen, die wir heute sehen haben auf jeden Fall auch das Ziel, früh Erfahrungen zu sammeln. Wir kennen das von den sozialen Medien: Wer früher als andere bei Facebook, Instagram oder TikTok war, hatte schon eine Community als andere noch diskutierten. Das spart Geld – denn wenn das Gedränge größer wird, steigen natürlich auch die Kosten, um dort relevant in Erscheinung zu treten.

 

 Wird das Metaverse für Marken und Händler nur ein Marketingkanal sein oder warten dort auch nennenswerte Umsätze? 

Das Metaverse bietet für Marken und Händler auch Umsatzpotenziale. Es ist wie im Internet: Kunden werden zunächst naheliegende Produkte kaufen: Die Spiele selbst, die notwendige Hardware und so weiter. Aber wieso sollte man nicht auch eine Probefahrt in einem Auto in der virtuellen Welt machen? Das wäre eine eindrucksvolle und sinnvolle Erweiterung für die Konfiguratoren, die die Hersteller heute bereits anbieten.  Zudem wird es Business Modelle geben, mit denen wir heute noch nicht rechnen. Früher dachte man auch, niemand würde über das Internet Schuhe kaufen – und dann kam Zalando.